FANUC hilft bei der Entwicklung einer Prototypen-Zelle für neuartige Druckbehälter

Aufgabe: Der schwedische Systemintegrator RobotCenter Norr AB suchte einen Partner, der eine moderne Produktionszelle für die Fertigung von Verbundmaterial-Druckbehältern zur Aufbewahrung von komprimiertem Erdgas mitentwickeln sollte. Gefordert waren breit gefächerte Erfahrungen und gute Produkte sowie eine vertrauens- und respektvolle Zusammenarbeit mit allen Projektbeteiligten.

Lösung: Eine Kooperation mit FANUC. „Die Wahl von FANUC war nahe liegend“, erklärt Christer Larsson, CEO von RobotCenter Norr AB. „FANUC hört den Kunden zu und kennt ihre Anforderungen. FANUC verfügt nicht nur über erstklassige Produkte, sondern auch über ein bestens ausgebildetes Personal, das uns mit Know-how und Schulungen zur Seite stand.“

Ergebnis: Die gewählten FANUC Roboter der Serien R-2000 und M-900 besitzen eine hohe Eigensteifigkeit, gestatten koordinierte Bewegungen und verfügen über ein leistungsfähiges Steuerungssystem – perfekte Eigenschaften für die Anwendung. Larsson zieht folgendes Resümee: „In meinen 30 Jahren als Unternehmer habe ich noch nie mit einem vergleichbar zuverlässigen und umsichtigen Anbieter wie FANUC Nordic zusammengearbeitet. Die Kombination aus guter Zusammenarbeit und guten Produkten ist unschätzbar.“




FANUC unterstützt RCN mit einer Neuentwicklung

Im Jahr 2014 begann die RobotCenter Norr AB den Prototyp einer Produktionszelle zur Herstellung von Verbundmaterial-Druckbehältern zu entwickeln. RCN hofft auf einen Markterfolg – auch mit Unterstützung durch FANUC. Ein Jahr später ist die Anlage produktionsreif.

Christer Larsson, Geschäftsführer und Inhaber von RCN AB.

Das schwedische Unternehmen RCN aus Umeå ist seit nunmehr 15 Jahren in der Branche tätig und hat zahlreiche vollständig automatisierte Lösungen für mittelgroße und große Unternehmen weltweit installiert. Darunter sind Produktionseinheiten für Druckbehälter, die ursprünglich nach Asien geliefert wurden. Dabei wuchs die Idee, vorhandene Lösungen zu automatisieren und so effizienter zu machen. RCN bat FANUC Nordic um Unterstützung bei diesem Projekt – und FANUC lieferte Roboter und Know-how.

„FANUC hat ein sehr breit gefächertes Produktportfolio. Damit fiel es uns leicht, für jedes der Projekte den richtigen Roboter zu finden. Wir sahen die Chance, unser eigenes Produkt zu entwickeln – und das haben wir getan. Wir sind außerordentlich dankbar für die Ressourcen, die uns FANUC zur Verfügung gestellt hat. Außerdem durften wir von dem Renommee der Marke profitieren“, sagt Christer Larsson, CEO und Inhaber von RCN.


Alles begann mit Kurt Berglund, Professor für Werkstoffkunde, den Christer Larsson vor einigen Jahren kennenlernte. Kurt Berglund ist seit den 1970er Jahren in der Produktentwicklung der Herstellung von Drucktanks tätig. Bei seiner Arbeit kam ihm die Idee, die Produktion mithilfe der Erfahrungen von RCN in der robotergestützten Automation effizienter zu machen. Seither sind gut zehn Jahre vergangen und RCN hat drei Anlagen für die Herstellung von Druckbehältern nach Europa und Asien geliefert.

Professor Kurt Berglund – ein Experte auf seinem Gebiet – erläutert ausführlicher, was dieses Projekt für den gesamten Markt bedeutet:

Soviel wir wissen, begannen Sie bereits in den 1970er Jahren mit eigenen Forschungen. Was weckte Ihr Interesse?


Ich habe mich schon immer für die Mechanik sowohl starrer als auch verformbarer Körper interessiert. Dieses Interesse geht bis in meine Kindheit zurück. Mein Bruder und ich verbrachten viel Zeit damit, Dinge aus Holz und Stahl zu konstruieren und zu bauen – manchmal erfolgreich, manchmal auch nicht.

Als ich an der Königlich Technischen Hochschule in Stockholm promovierte, weckte mein Doktorvater mein Interesse an Materialien mit sichtbarer Innenstruktur. Faserverbundstoffe sind beispielsweise solche Materialien. Ich war fasziniert von der Möglichkeit, nicht nur das Produkt zu entwerfen, sondern auch den Werkstoff dafür zu entwickeln.

Was bedeutete das Projekt für Sie und wie wird es sich in Zukunft auf den Markt auswirken?

Sie sprechen sicherlich auf die sogenannten CCT-Behälter an. (CCT steht für Conformable Composite Tanks). Der Nachteil bei Erdgas ist, dass Sie ein 3- bis 3,5-mal größeres Tankvolumen für Erdgas oder Biogas als für Benzin oder Diesel benötigen. Der Grund hierfür ist die geringere Energiedichte des Gases gegenüber dem flüssigen Benzin oder Diesel. Es ist nicht einfach, derart große Volumina in normalen Fahrzeugen in Form geschweißter Rohre unterzubringen. Bei Stahl kommt zudem das große Gewicht hinzu. Mit einem anderen Tanktyp ist es einfacher, den vorhandenen Platz im Fahrzeug optimal auszunutzen. Ich denke, dies ist eine Grundvoraussetzung für die Nutzung von Gas in großem Stil.

Wie verlief die Zusammenarbeit mit RCN bei der Entwicklung eines fertigen Produkts?

Ich arbeite bereits seit langem mit RCN zusammen und wir kennen uns wirklich gut. Ich mag langfristige Kooperationen. Man kann die jeweiligen Stärken und Schwächen kennenlernen und muss nicht jedes Mal wieder von vorne anfangen.

Für die Entwicklung einer solch ausgereiften Anlage müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein: umfassende Erfahrungen, gute Produkte und eine enge Zusammenarbeit, die von allgemeiner Wertschätzung und großem Vertrauen geprägt ist. Die Wahl von FANUC war daher nahe liegend, erklärt Christer Larsson. FANUC hört den Kunden zu und kennt ihre Anforderungen. FANUC verfügt nicht nur über erstklassige Produkte, sondern auch über ein bestens ausgebildetes Personal, das uns mit Know-how und Schulungen zur Seite stand.

Dennis Librell, Sales Manager für die nordische Region bei FANUC, erläutert, dass es bei diesem Projekt sehr schwierig war zu ermitteln, welcher Roboter zum Einsatz kommen sollte, da die Lösung so einzigartig ist. Die Anlage erfordert mechanische Stabilität, koordinierte Bewegungen von mehreren Robotern und ein leistungsfähiges Steuerungssystem. Die Entscheidung fiel auf Roboter der Serien R-2000 und M-900.

In meinen 30 Jahren als Unternehmer habe ich noch nie mit einem vergleichbar zuverlässigen und umsichtigen Anbieter wie FANUC Nordic zusammengearbeitet. Die Kombination aus guter Beziehung und guten Produkten ist unschätzbar, erklärt Christer Larsson begeistert.

RCN geht davon aus, dass die Nachfrage nach Druckbehältern in den kommenden Jahren nicht nur in Europa, sondern weltweit deutlich steigen wird. Neue Produkttechnologien bedeuten, dass der Bau von Druckbehältern in der Zukunft deutlich kostengünstiger erfolgen wird. Damit wird das Endprodukt preiswerter. RCN freut sich auf die weitere gute Zusammenarbeit und den Einsatz von FANUC Produkten in zukünftigen Entwicklungen für dieses Projekt.